Vor allem zu meiner Zeit im Fitnessstudio kamen oft Jugendliche mit dem Wunsch Krafttraining zu betreiben. Und im gleichen Zuge die besorgen Eltern. Oft ist die allgemeine Meinung, Krafttraining im Jugendalter sei gefährlich und man sollte erst mit 16 damit anfangen.

Grundsätzlich gilt, dass jede Sportart unter qualifizierter Anleitung stattfinden sollte. Mit einer korrekten Übungsauswahl und -ausführung ist Krafttraining nicht gefährlicher als andere
Sportarten.

Das Gegenteil ist sogar der Fall.
Vorausgesetzt die Bewegungen werden langsam und kontrolliert ausgeführt, kann sich
Nervensystem und Muskulatur auf die Belastung vorbereiten und weiss wie man den Körper anspannen und koordinieren muss.
Im Vergleich zu Team und Kontaktsportarten sind langsam kontrollierte Bewegungen nicht immer möglich und bringen auch in jungen Jahren ein höheres Verletzungsrisiko mit sich.

Auch beim Springen betragen die Kräfte ein 4-5-Faches des eigenen Körpergewichts. Dagegen
kann Krafttraining leicht organisiert und strukturiert werden. Die Widerstandsfähigkeit der Muskulatur und anderer Strukturen wird erhöht und gestärt. Es ist also präventiv.

Kraft ist die Grundlage jeder Bewegung. Aufgrund noch mangelnd produzierter Hormone wird man als Jugendlicher in der Regel keine „Muskelberge“ aufbauen, aber dennoch seine Kraftfähigkeit verbessern.

Was ist zu beachten?

– Grundlagen schaffen und Technik beherrschen.
– Focus auf korrekte Übungsausführung.
– Das Training dem biologischen Alter anpassen.
– Verwendung geringerer Intensität in Form von Ladung im Vergleich zu Erwachsenen Personen.